Die  Preisentwicklung für Stahlprodukte wie Flansche und Rohre war seit Monaten das Sorgenkind der Branche. Die Preise sanken in einer Abwärtsspirale ins Bodenlose. Beim Rohr hatten wir kg Preise wie zuletzt vor 10 Jahren. Und für Flansche bewegte sich das Preisniveau auf dem Stand  von 2004.

Die Branche war sich einig, dass der Preis nicht noch weiter fallen kann. In dieser Situation lukrative Geschäfte zu machen war extrem schwierig. Immer geringere Margen mussten ausgeglichen werden, was an einem zu  ruhigen Markt kaum realisierbar war. Dennoch glaubte niemand an einen baldige Erfolung der Preise.
 
Doch dann kam der 7. März 2016 und der Referenzpreis für Eisenerz stieg an nur einem Tag um sagenhafte 20%. Und diese Preissteigerung schlug sich unmittelbar in den Angeboten unserer chinesischen Partner nieder.

Mittlerweile kündigen im Stahlbereich auch einige  italienische und russische Hersteller Preissteigerungen an und zwar um bis zu 50%. Es wird am Markt vermutet, dass diese Ankündigungen als Testballon zu verstehen sind.

Was ist von den aktuellen Preissteigerungen zu halten? Sind diese nachhaltig oder ist es lediglich ein Strohfeuer? Und was sind die Ursachen? Über diese und andere Fragen unterhalte  ich mich mit Manfred Lange  in unserer aktuellen Ausgabe von Lange & Münster.

Wie schätzen Sie die aktuelle Preisentwicklung ein? Wir sind neugierig auf Ihre Einschätzung.

Ihre

Claudia Münster