Es bleibt dabei: Eine eindeutige Tendenz ist nicht auszumachen. Auch weiterhin bleibt alles in Bewegung.


Börsennotierte Stahlkontrakte 

Eine eindeutige Richtung gab es im Juli nicht. 

An der Londoner Metallbörse (LME) stieg der Stahlschrottpreis von 214 US-Dollar auf 219 Dollar, während der Preis für Betonstahl um 11 Dollar auf 380 Dollar sank.

Hingegen legte der Betonstahlkontrakt in Shanghai zu. Er Stie von 2.295 Yuan (€ 310) auf 2.444 Yuan (€ 332). 


Ebenso stieg der Eisenerzpreis, der eheähnlich mit Chinas Stahlindustrie verbunden ist, von 54,20 Dollar auf 58,80 Dollar je Tonne. Damit kletterte der Preis auf den höchsten Stand seit drei Monaten. 

Chinas Produktion

Die monatliche Produktion von Rohmaterial in Chinas Stahlwerken fiel im Juli um 1,22% auf 21.600 Tonnen im Monatsvergleich.  

Die Lagerhaltung in chinesischen Stahlwerken stieg um moderate 4,27%. 

Wachstum in China 

Zur wirtschaftlichen Lage in China lässt sich keine eindeutige Aussage treffen. Während einerseits der offizielle PMI-Index (Chinese Purchasing Managers Index) auf 49,9 Punkt fiel, stieg laut des chinesischen Wirtschaftsmagazin “Caixin”  der Index  für die chinesische Industrie wie auch im ersten Halbjahr 2016 erneut über die Wachstumsschwelle. 

Über die Gründe, warum der PMI gesunken ist, wird in zwei Richtungen spekuliert. Eine Vermutung ist, dass die chinesische Regierung den stattlichen Teil der Wirtschaft finanziell weniger pampert. Eine andere Theorie ist, dass die Kreditbeträge die erforderlich sind, um zumindest des Status quo aufrechtzuerhalten, immer größer werden und sich dies auf die wirtschaftliche Lage negativ auswirkt. 

Ausblick oder Blick in die Glaskugel  

Der allseits lang erwarte Preisanstieg für den Stahlsektor, der ab März 2016 gemäßigt und dennoch instabil eingetreten war, ist aktuell in Gefahr. Aktuelle Tendenzen lassen befürchten, dass dieser moderate Anstieg wieder rückabgewickelt wird. 

Nach dem Index der MEPS (Metallberatungsgesellschaft) ist der Sammelindex für die Stahlpreise weltweit im Juli um 0,9% gesunken und zwar erstmals in diesem Jahr. 


Als mögliche Ursache dafür wird eine erhöhte Menge von  billigen Importstahl aus China und Russland im Markt gesehen. 

Optimistische Grüße aus Bremen – Lassen Sie es sich gut gehen!

Claudia Münster