Es gibt nicht immer DAS Thema.

Stattdessen gibt es aktuell  mehrere Themen, die so interessant sind, dass wir damit jeweils einen ganzen Video-Artikel hätten füllen könnten. Aber dann hätten wir andere Themen weglassen müssen. Da es aber um Sie geht und wir Ihnen einen Überblick verschaffen möchten,  geben wir Ihnen heute ein paar Markt-Schnipsel. Wenn Sie zu einem der Themen detailliertere Infos möchten, greifen wir das gern in einem extra Beitrag auf.

Neue Druckgeräterichtlinie – Schönheitsreparatur oder Neubau?

 

Die PED 97/23/EG ist tot. Es lebe die Druckgeräte-Richtlinie 2014/68/EU.

Die Grundlagen sowie die technischen Inhalte der Druckgeräterichtlinie ändern sich. Gravierende Änderungen gibt es nicht; stattdessen wurde die Norm eher aufgehübscht:

  • Statt einer Konformititätserklärung nach EG, gibt es nun eine EU Konformitätserklärung. 
  • Statt einer Gefahrenbeurteilung wird es in Zukunft eine Risikobeurteilung geben.
  • Sowie einige andere formelle Änderungen.

Tatsächlich beruhen die Änderungen auf formal juristischen Änderungs-Notwendigkeiten innerhalb der EU Gesetzgebung. Die lang erwartete und notwendige Generalüberholung gab es diesmal nicht.

Für Sie ändert sich erst einmal nichts. Die bestehenden Bescheinigungen behalten ihre Gültigkeit. Bei den fälligen Re-Zertifizierungen erfolgt das Audit nach der neuen Norm. 

Leidiges Thema: Material-Qualität und andere Schurkereien

 

Auch wenn  es leichte positive Tendenzen im Markt hinsichtlich Bedarf und Konjunkturentwicklung gibt, herrscht  natürlich noch keine Zufriedenheit am Markt.

Mit schöner Regelmäßigkeit macht sich das auch bei dem Gebaren der Hersteller in China bemerkbar. Sie werden es sicher schon selbst bemerkt haben: Die Flut von Werbe-SPAMS von chinesischen Herstellern reißt nicht ab. Der Tenor ist immer der Gleiche: „Wir können Alles, wir sind Besten, wir sind die Billigsten. Bestell bitte JETZT!“

Das sind leider nicht die einzigen Auswüchse. Wir bekommen von Herstellern, die zu unserem erweiterten Netzwerk, nicht jedoch zu unseren Lieferanten gehören, in den letzten Monaten vermehrt unmoralische Angebote. Ganz ungeniert wird da vorgeschlagen minderwertiges Material zu kaufen und höherwertiges Material attestiert zu bekommen.

Für uns – für Sie – ist das selbstverständlich keine Option. Aber ist zu befürchten, dass der eine andere sich verlocken lässt oder auch schlichtweg überlistet wird.

Diese Tendenzen waren vor einigen Jahren am Markt weit verbreitet. Alle waren froh, dass diese Auswüchse in den letzten Jahren fast gänzlich verschwunden waren und ein hoher Qualitätsanspruch realisiert werden konnte. Dass diese Unsitte nun wieder auftaucht, ist mehr als bedauerlich.

Wenn wir gemeinsam an unseren hohen  Qualitätstandards festhalten, wird dieser „Trend“ hoffentlich schnell wieder vom Markt verschwinden.

Am Notwendigem vorbei: Geplante Reform des Emmissionsrechtehandels

 

Wenn es nach der EU Kommission geht, wird es drastische Reformen des europäischen Emissionsrechtehandels geben, die ab 2020 greifen sollen. Diese Reformen hätten massive negative Auswirkungen für Europa. Die Wirtschaftsberatung Prognos rechnet damit, dass es keinerlei Neu-Investitionen in die Binnen Stahlindustrie geben würde, weil ein massiver Rückgang der Geschäftstätigkeit zu erwarten wäre. Er wird eine Reduzierung der Arbeitsplätze in der Stahlbranche um etwa 30% sowie massive finanziellen Einbußen erwartet.

Darüber hinaus wird befürchtet, dass das Ziel – nämlich die Reduzierung der Belastungen des Ökosystems durch die Auswirkungen der Stahlproduktion – nicht erreicht werden würde. Im Gegenteil: Es wird erwartet, dass die Umwelt deutlich stärker belastet wird, da nicht der europäisch hergestellte – relativ „saubere“ – Stahl vermehrt verkauft würde. Tatsächlich würde Stahl aus Ländern wie z.B. China, deren Stahl-Produktion eine erhebliche Belastung der Umwelt darstellt, vermehrt produziert und verkauft werden.

Im Interesse der Binnenwirtschaft aber auch im Interesse der Umwelt, sollte bei den Reformplänen der EU  noch erheblich nachgebessert werden.

Aus für Hanjin – und jetzt?

 

Ende August gab es die überraschende Nachricht von der Hanjin-Pleite. Es herrschte große Unsicherheit, wie es nun weitergehen würde. Die Schiffe durften (zu der Zeit als wir das Video gedreht haben) keine Häfen anfahren, da unklar war, wer für Hafengebühren und Entladungkosten aufkommen würde. Es war ebenfalls unklar, wer für Kosten einer Umbuchung oder andere Aktionen aufkommen würde.

Das absolute Chaos. Wir waren in der glücklichen Situation keine Container auf Hanjin Schiffen zu haben. Ihre Lieferungen sind also in keiner Weise von der Pleite beeinflusst.

Mittlerweile hat sich die Situation etwas zum positiven Entwicklung entwickelt. Die südkoreanische Regierung hat eine Deckungzusage für die Entladung der Schiffe,  die noch auf dem Wasser sind, in drei ausgewählten Häfen zugesagt.

Das waren die heutigen Markt-Schnipsel für Sie. Möchten Sie in eines der Themen tiefer einsteigen? Dann sprechen Sie uns bitte an.

Dynamische Grüße aus Bremen – Lassen Sie es sich gut gehen!

Ihre Claudia Münster