Münsters Rückblick

Der März war ruhig in der Flanschen-Welt.

Sowohl was die Preise, als auch was das allgemeine Geschäft angeht. In den vergangenen Jahren zog das Geschäft regelmäßig bereits Ende Februar an. Dieser Run ist bislang ausgeblieben.

Preisentwicklung Flansche

Der Vormaterialpreis für den Werkstoff P250GH in China  ist im März durchgehend auf einem Niveau von 4.750 RMB/ T geblieben. Das entspricht einer 1%-igen Preissteigerung zum Februar und ist somit zu vernachlässigen.

Mittlerweile hält sich dieser Preis seit mehr als vier Monaten. Die von anderer Seite erwarteten deutlichen Preissenkungen sind ausgeblieben. Es gibt auch keine Anzeichen dafür, dass sich in den nächsten Wochen deutliche Schwankungen ergeben werden.

Situation in China

Die Chinesen sind smarte Business people. Ein gutes Geschäft wird gemacht.

Durch die Reduzierung der Stahlproduktions-Kapazitäten konnten die Preise für Stahl und folgerichtig für Flansche, insbesondere aus C-Stahl, monatelang auf einem sehr hohen Level gehalten werden. Die Gewinnmarge bei den Stahlherstellern ist in 2018 um satte 39% gestiegen.

Wie so oft, wurde die für die Produzenten glückliche Situation gute Gewinne erzielen zu können, etwas überzogen, um die unerhoffte und extrem gute Gewinnerzielungsmöglichkeit noch zu steigern. Die Produzenten haben begonnen die Rohstahlproduktion noch weiter zu steigern, in dem Bestreben noch mehr richtig gute Geschäfte zu machen.

Leider war das von staatlicher Seite nicht willkommen, was nun dazu geführt hat, dass die chinesische Regierung bzw. die entsprechenden Provinzregierungen die illegale Produktion, die zu einer Steigerung der Überkapazitäten geführt hat, zu kontrollieren.

Hierzu werden die industriellen Stromverbräuche überwacht und “verdächtige” Firmen per Satellit überwacht, um die illegale Produktion zu unterbinden.

Ausblick oder mein Blick in die Glaskugel

Wir gehen davon aus, dass der Bedarf an C-Stahl Flanschen in diesem Monat deutlich steigen wird, da viele Bedarfe zur Aufstockung der Großhandelsläger nicht im Februar und März platziert wurden. Das wird vermutlich zu Lieferengpässen im Sommer führen. Was wiederum steigende Preise zur Folge hatte #smartegeschäfte

Dennoch vermuten wir, dass es keine extremen Preisschwankungen in den nächsten Wochen geben wird. Es wird eher so sein, dass die Produzenten, die in den nächsten Wochen ihre Bücher gut füllen werden, ihre Preise sukzessive moderat anziehen werden.

Verbindende Grüße aus Bremen

Claudia Münster

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